Pflichtenheft – Erstellung

Der Prozess der Anforderungsanalyse ist sehr kritisch für das Gelingen eines Software-Projekts. Fehler in diesem Bereich führen oft zu eklatanten Diskrepanzen zwischen dem erwarteten Projektziel und dem erreichten Ergebnis.

Wozu ein Pflichtenheft?

Die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Projektvorhaben hilft allen Beteiligten, ein gemeinsames Bild des Projektzieles zu schaffen. Somit kann man schon zu Beginn im Rahmen der Pflichtenheft-Erstellung sicherstellen, dass alle vom selben sprechen. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Betroffene schon in dieser Phase eingebunden werden. Der Pflichtenheft-Ersteller benötigt dabei ein besonders Feingefühl und die Fähigkeit, sich in die unterschiedlichen Fachbereiche reinzudenken.

Nur mit einer gründlichen Anforderungsanalyse und dem daraus resultierenden Pflichtenheft lassen sich realistische Aufwands- und Kostenschätzungen durchführen. Sollten Angebote eingeholt werden, ist ein Pflichtenheft ein Muss. Wenn hier geschlampt wird, liegen die Aufwandschätzungen meist ziemlich daneben. Firmen, die zu Angebotslegung eingeladen werden, berücksichtigen ihr Risiko bei mangelndem Pflichtenheft mit einem entsprechenden Aufschlag.

Ein Pflichtenheft stellt eine Verschriftlichung des Projektszieles dar – der sich zwar wie so oft noch ändern kann, aber zum Zeitpunkt der Erstellung Gültigkeit hat. Daran kann man sich im laufenden Projekt immer wieder orientieren. Meilensteine und Projektphasen sollen darauf aufbauen, sodass der Projekterfolg messbar wird.

Pflichtenheft für agile Software-Projekte – ein Widerspruch?

Manche Unternehmen unterliegen auch der Versuchung, auf eine gründliche Anforderungsanalyse zu verzichten, weil man ja eine falsch verstandene agile Entwicklung anstrebt und sich vorab nicht festlegen will. Das Resultat ist zwangsläufig, dass man nicht erreicht, was man sich (in Gedanken oder bestenfalls zu Papier gebrachten Schlagworten) vorgenommen hat, weil entweder das Projekt oder das Geld aus ist.

Doch gerade im agilen Umfeld ist es wichtig, die Richtung, in welche das Projekt geht, sowie das Projektziel möglichst rasch zu verschriftlichen. Unsere Erfahrung zeigt, dass gerade am Anfang ein Pflichtenheft hilfreich wäre, das natürlich nicht im Detail alles festlegen muss, wie dies im klassischen Wasserfall-Modell der Fall ist, aber den groben Rahmen und die Zielrichtung vorgibt. Anhand dieses gröberen Pflichtenhefts, welches in erster Linie die Komponenten und deren Schnittstellen identifiziert, kann in den Teilprojekten sehr wohl z.B. nach dem Scrum-Ansatz vorgegangen werden.

Unsere Herangehensweise bei der Pflichtenheft-Erstellung

Wenn Sie für Ihr Projekt ein Pflichtenheft erstellen möchten, empfiehlt sich eine externe Beratung, denn eine außenstehende Person ist nicht betriebsblind und ist außerdem nicht in das Tagesgeschäft des Unternehmens involviert. Dadurch ergibt sich eine gewisse Neutralität, die von Vorteil ist, wenn im Unternehmen unterschiedliche Abteilungen gegensätzliche Interessen haben.

Als künftiger Product-Owner sind Sie nicht notgedrungen auch ein Software-Experte oder ein Requirements-Engineer. Ausserdem ist diese Arbeit zeitintensiv und erfordert ein methodisches Vorgehen.

Wenn Sie unsere Hilfe bei der Anforderungsanalyse in Anspruch nehmen, dann gehen wir wie folgt vor:

  • Wir vereinbaren einen ersten (kostenfreien) Workshop,  wo wir die Komponenten der Software-Lösung und deren Schnittstellen grob abgrenzen.
    Wir dokumentieren dies und Sie gewinnen dadurch schon einen ersten Überblick.
  • Sie erhalten eine Angebot für die Erstellung des kompletten Pflichtenhefts mit den nötigen weiteren Terminen.
  • Nach Beauftragung vereinbaren wir die Termine (Interviews, Workshops), bei denen möglichst alle beteiligten Entscheidungsträger eingebunden werden sollen. Wir verwenden hierzu die über 2000 Jahre alte Technik der Mäeutik, kombiniert mit modernen Modellierungsmethoden.
  • Wir präsentieren Ihnen als Ergebnis das Pflichtenheft mit einem vorgeschlagenen Projektplan (Meilensteine).

Das Pflichtenheft ist unabhängig von einer Projektumsetzung zu betrachten. D.h. Sie können dies als Grundlage für eine Ausschreibung verwenden, oder als interne Dokumentation und Vorgabe des Projektzieles für Ihr Projektmanagement und Controlling.

Interessiert?

Dann sichern Sie sich hier den Termin für Ihren ersten kostenfreien Workshop mit Mag. Karl König: